Vorbildliche Nachfolgeregelung durch Führungskräftebeteiligung

Wie Richard Schmid seinen Rückzug vorbereitet

An seinem 55. Geburtstag im Jahr 2007 sinnierte Richard Schmid im oberbayerischen Halfing: Er arbeitete schon lange, viel und hart, war seit 26 Jahren Unternehmer, hatte Höhen und Tiefen erlebt. Seine Frau Maria war immer an seiner Seite gestanden, hatte sich um „das Kaufmännische“ und „ne-benbei“ um Haushalt und um die Erziehung der beiden Töchter gekümmert. Die Töchter standen nun auf eigenen Beinen, die Enkelkinder bereiteten viel Freude und der alte Magirus, Baujahr 1963 und früher mal als Feuerwehrauto genutzt, wollte bewegt werden.

Kurzum: Die Arbeit musste weniger werden, um für die anderen Dinge des Lebens mehr Zeit zu ge-winnen. Und so beschloss Richard Schmid, fortan jedes Jahr zwei Wochen weniger zu arbeiten als im Vorjahr und gemeinsam mit Maria was von der Welt zu sehen.

Doch eine solche Entscheidung konnte für einen selbstständigen Handwerksmeister mit 50 Mitarbei-tern nicht ohne Konsequenzen bleiben. Auch ohne Taschenrechner stellte er fest, dass er mit 65 nur noch die Hälfte der Zeit in der Firma sein kann. Wer aber macht dann die Arbeit? Richard Schmid war klar, dass das nur mit einer funktionierenden zweiten Führungsebene gehen würde, die mit Eigenver-antwortung und ausgestattet mit den entsprechenden Kompetenzen die operativen Aufgaben über-nimmt, so dass er sich auf die „unternehmerischen Aufgaben“ konzentrieren kann.

Elektro-Schmid hat vier Abteilungen, Teams genannt, nämlich Fotovoltaik, Elektroservice, Elektroan-lagentechnik und Haustechnik. Richard Schmid komplettierte die Teamleiterebene und suchte einen Kaufmann. Bei der Einstellung der neuen Führungskräfte war ihm neben der fachlichen auch die Füh-rungskompetenz wichtig. Die Führungsleute sollten zudem unternehmerisch denken und – in der Per-spektive – sich auch am Kapital des Unternehmens beteiligen wollen.

Denn Richard Schmid dachte noch weiter voraus. Die Töchter waren ihre eigenen Wege gegangen, die Enkel für eine Nachfolgeplanung zu jung. Deshalb wandelte Richard Schmid sein Einzelunterneh-men in eine AG um, berief einen kompetenten Aufsichtsrat und wurde Vorstand. Zu seinem 60. Ge-burtstag bietet er den Führungskräften eine Beteiligung an, maximal 40% zu einem fairen Preis. Zu einem späteren Zeitpunkt will er in den Aufsichtsrat wechseln und den Vorstand mit Führungskräften besetzen.

Die Führungskräfte werden bereits jetzt in die Erarbeitung der Unternehmensstrategie eingebunden und Richard Schmid hat Ihnen gegenüber nichts zu verheimlichen.

Wir dürfen den spannenden und Erfolg versprechenden Weg bei Elektro-Schmid begleiten. Dieser Weg sichert die Nachfolge in einem Familienunternehmen durch Einbindung und Kapitalbeteiligung der Führungskräfte. Dieser Weg begann am 55. Geburtstag des Unternehmers, der diesen Zeitpunkt keineswegs als zu früh bezeichnet. Richard Schmid kommt damit seiner unternehmerischen Verant-wortung, der Verantwortung für Mitarbeiter, Kunden und seine Familie in vorbildlicher Weise nach.

Dieter Lachenmaier
Unternehmensberater
VUN-Profil

und Gabriele Fink
Steuerberaterin
g.fink@fink-steuerberater.de

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