Ganz oben: Ein Bewußtsein für den Verkauf Ihres Lebenswerkes schaffen

Die Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft, Iris Gleicke, eröffnet heute in Berlin die deutsche Hauptveranstaltung zur siebten Europäischen KMU-Woche in Berlin. Das Motto: „Das Lebenswerk in gute Hände legen. Wege zur erfolgreichen Unternehmensnachfolge“. Sie diskutiert mit Unternehmerinnen und Unternehmern, Vertretern von Kammern, Verbänden und Finanzierungsinstitutionen sowie der Wissenschaft ein für den Mittelstand wichtiges Thema: Wie kann der Generationswechsel im Unternehmen erfolgreich vorbereitet und durchgeführt werden? Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Unternehmensübergabe? Wie finde ich überhaupt einen geeigneten Nachfolger und die passende Finanzierung?

Unternehmensnachfolge, so Iris Gleicke, ist in einem Familienunternehmen ein natürlicher Vorgang und wiederholt sich etwa alle 30 Jahre. Sie kommt also nicht überraschend, es sei denn, der Inhaber verstirbt oder erkrankt schwer. Weshalb ist die Nachfolge in kleinen und mittleren Unternehmen dennoch so oft ungeregelt? Der Prozess ist in der Praxis vielschichtig oft emotional. Dazu kommt, dass der Alltag für strategisch wichtige Aufgaben bei vielen Inhabern zu wenig Raum einnimmt. Der bevorstehende Stabwechsel wird von den Betroffenen als ein einschneidender und nicht selten auch als ein durchaus schmerzhafter Schritt empfunden. Gleicke verständnisvoll: „Schließlich geht es nicht um irgendein beliebiges Wirtschaftsgut, von dem man sich trennt. Wer ein Unternehmen aufgebaut hat, möchte sein Lebenswerk in gute Hände legen. Rechtzeitige Planung, sorgfältige Organisation und eine passende Finanzierung sind deshalb entscheidende Voraussetzungen für einen erfolgreichen Generationswechsel.“  Jede Nachfolge, die misslingt, hat nicht nur unmittelbare Konsequenzen für das Unternehmen selbst, sondern auch für das Wirtschaftsleben insgesamt. Vom Gelingen der Unternehmensnachfolge hängen pro Jahr durchschnittlich 400.000 Arbeitsplätze ab.

Das Bundeswirtschaftsministerium möchte deshalb das Thema Unternehmensnachfolge noch stärker in das Bewusstsein der Unternehmerinnen und Unternehmer, aber auch möglicher Nachfolger rücken. Für sie kann die Übernahme eines Unternehmens mit erfahrenen Mitarbeitern und etabliertem Kundenstamm eine große Chance bedeuten. Vielfältige Informationsangebote und Hilfe beim „Matchmaking“ bietet die „nexxt“-Initiative des Bundeswirtschaftsministerium, die zusammen mit vielen Partnern seit 2006 auch die kostenlose „nexxt-change“-Nachfolgebörse zur Verfügung stellt.

Weitere Informationen zur EU-KMU-Woche finden Sie unter

http://ec.europa.eu/growth/smes/support/sme-week/

 

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