„Chef gesucht“: Michael Wörle und Dieter Lachenmaier im Expertenhearing des Bayerischen Rundfunks

„Nachfolge muss frühzeitig geplant werden“, sagte Michael Wörle im Gespräch mit Stefan Parrisius vom Bayerischen Rundfunk (BR). Wer zu spät auf den anstehenden Inhaberwechsel reagiert oder gar erst im Tod sein Unternehmen loslässt, setze sein ganzes Lebenswerk auf’s Spiel. „Andererseits muss ein Unternehmen auch übergabefähig sein, darum empfiehlt es sich, rechtzeitig ein solides System aufzubauen“, sagt VUN-Mitglied Michael Wörle. Der Geschäftsführer der MWUnternehmensentwicklung GmbH hat als Nachfolge-Experte beim „Tagesgespräch“ des Bayerischen Rundefunks dargelegt, welche Besonderheiten aus einer Sicht mit diesem Thema verbunden sind. Neben den wirtschaftlichen Faktoren ist auch ein psychologischer Aspekt wichtig: Ein Unternehmer müsse sich fragen, ob er noch ein Leben jenseits seiner unternehmerischen Tätigkeit führen kann.

Dieter Lachenmaier, VUN-Mitglied und Vorstand der BER AG, sieht im Regelfall drei Möglichkeiten für die Nachfolge: Eine Übergabe innerhalb der Familie, eine Fortführung durch einen Mitarbeiter aus dem Betrieb oder die Suche nach einer externen Lösung. „Die Verweildauer eines Unternehmers beträgt durchschnittlich 30 Jahre – dann muss ein Nachfolger bereitstehen“, so Lachenmaier.

Die vollständige Sendung können Sie als Podcast hier anhören und herunterladen.

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Hat Fielmann es geschafft? Ist der Junior jetzt soweit?

Marc Fielmann, 25 Jahre alt, ist der favorisierte Nachfolger für den Vorstandsvorsitz der Fielmann AG. Das erklärte der Gründer Günther Fielmann anlässlich seines 75. Geburtstages. Damit strebt der Brillenkönig eine interne Nachfolgelösung an, anstatt an externe Manager zu übergeben. Wiegt hier der Sicherheitsgedanke mit? Befürchtet Günther Fielmann einen Niedergang seines Imperiums, wenn er die Firma von Fremden lenken lässt? Oder will er, dass seine Familie das Erbe bewahrt?

Klar ist, dass der Junior vom Vater systematisch als Nachfolger aufgebaut wurde: Ausbildung im eigenen Haus, Studium an einer Eliteuni, Auslandserfahrung, Einstieg in eine Führungsposition. Da scheint eine Nachfolge konsequent. Gleichzeitig gibt Fielmann zu verstehen, dass er noch weitere fünf Jahre an der Unternehmensspitze verbleiben möchte. Seinem Sprössling, der ganze 50 Jahre jünger ist als er, scheint Fielmann die verantwortungsvolle Position zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht zuzutrauen. Oder warum zögert er? Gut möglich, dass auch Fielmanns Tochter Sophie-Luise noch nicht aus dem Rennen ist. Beide Kinder halten Anteile am Unternehmen und sind Führungskräfte.

Dass Nachfolge rechtzeitig und gründlich geplant werden muss, steht außer Frage. Dass man den richtigen Zeitpunkt für die Übergabe findet, ist ebenfalls wichtig. Günther Fielmann sieht ihn noch nicht gekommen. Oder hat er einfach noch keine Lust aufzuhören, weil er sich mit 75 Jahren noch fit fühlt, ein Unternehmen mit 16.000 Mitarbeitern und fast 600 Filialen zu führen?

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Erbschein bei Banken nicht mehr nötig!

In der Vergangenheit wurden Kunden von Banken oder Sparkassen immer wieder gezwungen, den Nachweis der Erbberechtigung durch einen kostenpflichtigen Erbschein zu führen, der teurer wurde, je höher die vererbten Summen sind. Damit ist nun Schluss.

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat in einer aktuellen Entscheidung klargestellt, dass der Nachweis auch durch einen Erbvertrag oder durch ein beglaubigtes Testament erbracht werden kann: „Der Erbe ist von Rechts wegen nicht verpflichtet, sein Erbrecht durch einen Erbschein zu führen, sondern kann diesen Nachweis auch in anderer Form führen.“

Ein Erbschein regelt, wer Erbe ist und in welchem Umfang eine Verfügungsberechtigung über das Erbe besteht. Mit der Entscheidung stellt der Bundesgerichtshof klar, dass die Klausel einer Sparkasse, in der generell auf einen Erbschein bestanden wurde, rechtswidrig ist. Sollte allerdings der Fall unklar sein, kann die Bank auch weiterhin die Vorlage eines Erbscheins verlangen. Dies wurde so schon 2005 vom Bundesgerichtshof entschieden.

Autor: Carsten Lexa, Rechtsanwalt, Würzburg

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Wie die „Großen“ eine Unternehmensnachfolge gestalten

Günther Fielmann, 73, erfand Anfang der 80er-Jahre die Brille zum Nulltarif. Seit 1994 ist seine Firma an der Börse. Da noch ca. 71 Prozent der Anteile im Familienbesitz sind, kann man noch von einem Familienunternehmen sprechen. Heute beschäftigt die Fielmann AG knapp 15 000 Mitarbeiter.

Den Grundstein für ein erfolgreiches Nachfolgekonzept legte der Firmengründer bereits 1993. Nun, 20 Jahre nach der Gründung der Fielmann-Familienstiftung, ist sein Konzept reif für die Umsetzung. Weiterlesen

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Einladung zur Veranstaltung


Für die Unternehmensnachfolge richtig aufgestellt!

Tausende Unternehmen werden jedes Jahr in Deutschland nicht weiter geführt, weil die Unternehmensnachfolge nicht ausreichend vorbereitet wurde. Vielfach wird dabei die Komplexität der verschiedenen Aspekte wie Steuern, Recht oder Finanzen unterschätzt. Eine frühzeitige Planung führt dazu, ausreichend Vorlauf für die erforderlichen Schritte zu haben, Komplexität zu reduzieren und rechtliche Fragen, steuerliche Besonderheiten und finanzielle Aspekte einheitlich zu betrachten.

Wir laden Sie herzlich zur Kooperationsveranstaltung des BDS mit dem Verein für Unternehmensnachfolge (VUN) ein:

Donnerstag, 11. Oktober 2012, Beginn: 19:30 Uhr
VOSS CONSULTING GbR, Delpstraße 5, 97084 Würzburg
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Eltern sind gefragt: Entscheidungen der Unternehmerkinder nach ihrem Studium

Karriere in der Welt machen oder die Nachfolge der Eltern antreten? Angestellt sein oder die unternehmerische Verantwortung in der Traditionslinie übernehmen?

Eine Studie des Center for Family business der Universität St. Gallen in Kooperation mit Ernst & Young kommt zu repräsentativen Ergebnissen aus der Befragung von immerhin 28.000 Studenten aus 26 Ländern, deren Eltern ein Familienunternehmen führen. Als Haupttenor stellte sich heraus, dass die überwiegende Mehrheit (74 %) nicht die elterliche Nachfolge antreten will, sondern eine Karriere als Angestellte bevorzugen. Die Option, Nachfolger zu werden, scheint besonders den befragten deutschen Studenten nach dem Studium nicht attraktiv zu sein, denn nur 26 % der Befragten gaben an, über eine Nachfolge ernsthaft nachgedacht zu haben. Lediglich 4 % planen direkt nach dem Studium in der Familienfirma Nachfolger zu werden. Weiterlesen

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„Habe ich an alles gedacht?“ –

von Christine Seger, Miterfolg GmbH

Die Gestaltung der Nachfolge in Unternehmen ist oftmals auch ein Thema unserer Kunden, insbesondere durch die Beteiligung der Mitarbeiter unserer Firma Miterfolg GmbH im Rahmen der Nachfolge. Der VUN e.V. schützt durch seine Verbandstätigkeit Unternehmen vor den ungeplanten Folgen einer ungesicherten Nachfolgeregelung. Mit einem Netz von Experten und Unternehmern, die alle mit Nachfolgeregelungen zu tun haben, ist der Verband inzwischen in 15 Regionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertreten. Weitere Standorte befinden sich im Aufbau. Mehrere tausend Unternehmen scheitern jedes Jahr in Deutschland, weil die Unternehmensnachfolge nicht oder nicht ausreichend vorbereitet wurde. Weiterlesen

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Wir präsentieren uns auf einer Messe

Die Messe von kleinen Unternehmen mit grossen Ideen. Am 8. und 9. JUNI 2012 im Hamburg-haus Eimsbüttel.

Doormannsweg 12, Freitag: 14–18 Uhr, Samstag: 10–18 Uhr.

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Geschenkt! – Wirklich geschenkt?

Typische Probleme bei „einfachen“ Nachfolgeregelungen innerhalb der Familie

Vater und Sohn waren sich schnell einig. Sohn Hans Amboss (Name geändert) sollte den als Einzelunternehmen geführten Metall-Handwerksbetrieb in die dritte Generation führen. Das war 2003, Hans war 32 Jahre alt und hatte nach seinem Abschluss als Meister schon einige Zeit im Betrieb mitgearbeitet.

Die Modalitäten waren schnell geregelt: Der Sohn übernahm die Betriebsimmobilie bestehend aus Werkstatt, Laden, Unternehmerwohnung und „Austragshäusl“, wie die Altenteilerwohnung in Bayern genannt wird. Er übernahm auch die Schulden (die waren in durchaus ansprechender Höhe vorhanden), gewährte den Eltern ein lebenslanges Wohnrecht, verpflichtete sich, einen „Austrag“, also eine Leibrente in Höhe von ca. 1.000 € je Monat zu bezahlen (das entsprach in etwa dem Bedarf der Senioren) sowie dazu, die Kosten für Telefon, Strom und Heizung der Senio-ren zu übernehmen.

Um die Erfahrung der Eltern zu nutzen (Vater in der Werkstatt, Mutter im Laden und im Büro) wurde vereinbart, beide anzustellen zu einem Gehalt von knapp 1.000 € zusammen pro Monat.

Soweit – so schlecht. Weiterlesen

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Auf dem Weg zu einem einheitlichen, europäischen Erbrecht

In den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sind die Regelungen zum Erbrecht bekanntermaßen sehr unterschiedlich. Die Folgen für Erben können gravierend und aufwendig sein: Hat beispielsweise ein Verstorbener, der deutscher Staatsangehöriger ist, Grundbesitz oder anderes Vermögen im Ausland, so ist häufig unklar, welches Recht Anwendung findet. Darüber können Nachlassverfahren in mehreren europäischen Ländern erforderlich sein, was Zeit und Geld kostet.

Diese Probleme sind auf europäischer Ebene seit langem bekannt. Erste Versuche, dies zu ändern, begannen vor einigen Jahren. Nun ist ein erster Schlusspunkt gesetzt worden. Weiterlesen

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