Warum vorweggenommene Erbfolge?

1.1 Plammäßige Vorbereitung

In der Beratungspraxis wird immer wieder die Frage aufgeworfen, was vorzuziehen ist, die Übergabe von Vermögen anlässlich von Todesfällen oder durch vorweggenommense Erbfolge. Hier sind einige Stichworte und Kriterien, die für eine vorweggenommene Erbfolge sprechen können. Weiterlesen

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Familiencoaching bei Unternehmensnachfolge

Familiengeführte Unternehmen unterliegen ganz besonderen Dynamiken. Das trifft vor allem dann zu, wenn Familienmitglieder zusammenarbeiten. Dann vermischen und überlagern sich häufig Privates und Berufliches. „Firma“ und „Familie“ sind Systeme, deren Verflechtungen und Kollisionen ein enormes Konfliktpotenzial bergen können. Ungeklärte Themen können sich potenzieren, wenn das Thema Betriebsnachfolge bevor- bzw. ansteht und ziehen manchmal Wirkungen nach sich bis in nächste Generationen.

Es gibt Regeln und Gesetzmäßigkeiten (familiensystemische Prinzipien), die in einem Workshop ganz speziell für Familienunternehmen deutlich gemacht werden. Die Kenntnis und Anwendung dieser Prinzipien kann großen Einfluss auf ein förderliches Familien- und Betriebsklima nehmen und so eine positive Erfolgsentwicklung des Unternehmens bewirken.

Fernseh-Interview mit Detlef Gieske zum Thema \“Unternehmens-Nachfolge\“

Detlef Gieske
Unternehmensberater
VUN-Profil

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Vision statt Traum

Wer hat diesen Traum nicht auch schon gehabt? In jungen Jahren hart arbeiten und sich dann mit 50 zu Ruhe setzen. Selbstverständlich gibt es diese erfolgreichen, zielstrebigen Unternehmer, denen es tatsächlich gelingt, sich diesen Wunsch zu erfüllen. Die es schaffen ihr Unternehmen an einen Erwerber zu veräußern und sich dann ins Privatleben zurückzuziehen.

Doch seien wir ehrlich! Wem gelingt es schon. Es wird sich immer nur um Ausnahmefälle handeln, die auch dann besonders in den Medien herausgestellt werden.
Aber woran scheitert es dann?
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Nachfolgeberatung durch Spezialisten

Unternehmerische Nachfolgeberatung leidet vielfach an einer einseitigen Betrachtungsweise. Entweder wird Unternehmensnachfolge nur als eine familieninterne Angelegenheit betrachtet, die keiner externen Beratung bedarf oder die Beratung wird nur auf rein steuerliche, rechtliche oder unternehmerische Fragen bezogen.

Dabei spielen gerade in der Nachfolgeberatung sehr viele mit einander verbundene Aspekte eine Rolle. Zu nennen sind steuerliche, rechtliche, menschliche, soziale, unternehmerische, fachliche und wirtschaftliche Fragen. Weiterlesen

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Sinn und Unsinn des Berliner Testaments

Das Berliner Testament ist eine Abart des gemeinschaftlichen Testaments, in dem die Ehegatten sich gegenseitig als Alleinerben einsetzen und z.B. die gemeinsamen Kinder als Schlusserben.

Der Grund dieser Testamentsform liegt zum Einen darin, den überlebenden Ehegatten wirtschaftlich und finanziell abzusichern und zum Anderen dem Überlebenden die Verfügungsmacht über das Vermögen zu sichern.

Im beiden liegt sehr viel Wahrheit. Die Sicherung der Verfügungsmacht heißt insbesondere bei minderjährigen Kindern, das Vormundschaftsgericht von der Mitwirkung über das Vermögen auszuschließen und vor allem schnelle Entscheidungen herbeiführen zu können. Dies kann bei Grundbesitz sehr entscheidend sein, wenn eine Immobilie vom überlebenden Ehegatten nicht gehalten werden kann. Dann ist eine schnelle Entscheidung über eine Veräußerung dieser Immobilie und eine schnelle Abwicklung des Verkaufes notwendig. Ein Verfahren, in das das Gericht einbezogen wird, kann die Entscheidung bis zu einem Jahr,- teilweise sogar noch länger hinauszögern. Dies kann nicht nur nicht im Interesse des überlebenden Ehegatten sondern auch nicht im Interesse des Käufers sein.

Aber nicht nur im Falle minderjähriger(Mit)-Erben, sondern generell im Falle von Erbengemeinschaften ist der Ausschluss von anderen von der Erbschaft und von der Verfügung über das Vermögen von Bedeutung.

Neben dem Erhalt der Verfügungsmacht über das Vermögen kann auch die Absicherung des überlebenden Ehegatten eine Entscheidung für das Berliner Testament sein.
Dem gegenüber werden im allgemeinen erbschaftsteuerliche Gründe gegen das Berliner Testament herangeführt. Durch das Berliner Testament erfolgt ein Verzicht auf Freibeträge für die von der Erbschaft ausgeschlossenen Kinder. Das Vermögen wird, da es nur auf einen Erben übertragen wird, tendenziell mit einem höheren Steuersatz versteuert und das Vermögen wird beim Tode des zweiten Ehegatten noch einmal versteuert, auch hier mit einem höheren Steuersatz. Zu Bedenken ist ferner, dass das Vermögen zusammen mit dem eigenen Vermögen des zweiten Ehegatten erworben und deshalb mit einem höheren Steuersatz versteuert wird.

Die Absicherung des Ehegatten wird aber erkauft mit der möglichen Belastung von geltend gemachten Pflichtteilansprüchen der ausgeschlossenen gesetzlichen Erben. Dieses wird zwar bekämpft durch sogenannte Pflichtteildrohklauseln, diese können aber das Problem nur teilweise entkrampfen.

Des Weiteren wird häufig in den Testamenten die Verfügungsbefugnis des überlebenden Ehegatten, nach dem Tode des ersten anders zu testieren, stark eingeschränkt. Der überlebende Ehegatte ist dann nach dem Tode des Ersten gehindert ein anderes Testament aufzusetzen, auch wenn dies sich als sinnvoll erweisen würde.

Die bisher angeführten Argumentationen für das Berliner Testament, Absicherung und Erhalt der Verfügungs- und Entscheidungsbefugnis des Überlebenden können auch dadurch entkräftet werden, dass es Möglichkeiten gibt, beides zu wahren.

Durch Testamentsvollstreckung, Nießbrauch, Familiengesellschaften gibt es eine Reihe von Möglichkeiten die Absicherung und Erhalt der Verfügungsbefugnis zu gewährleisten. Als Gegenargument zur Absicherung durch das Berliner Testament ist ferner zu nennen, dass es durch Finanzplanung möglich ist weitgehend den Finanzbedarf des Ehegatten zu berechnen.

Bei niedrigem Vermögen und minderjährigen Kindern ist ein Berliner Testament vielleicht die einfachste Lösung.

Dies setzt aber voraus, dass das Testament regelmäßig, zumindest aber bei gravierenden Veränderungen der Vermögensverhältnisse oder der persönlichen Daten überprüft und bei Bedarf gegebenenfalls geändert wird.

Bernd Nielsen
Wirtschaftsprüfer, Steuerberater

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Denkzetttel

1 provozierende Fragen – Denkzettel
1.1 Angenommen Sie sterben heute, wie hoch ist der Wertverlust Ihres Unternehmens?
1.2 Warum sollten Sie darauf achten, dass Ihr Geschäftspartner gesund bleibt?
1.3 Sie fallen im Unternehmen aus, wovon lebt Ihre Familie?
1.4 Wissen Sie, ob Sie Angst vor einer Scheidung Ihres Geschäftspartners haben sollten?
1.5 Wieviele Jahre mussten Sie arbeiten, um die voraussichtliche Erbschaftsteuer zu erwirtschaften?
1.5.1 Kennen Sie das Verhältnis der jährlichen Nettoerträge zur Erbschaftsteuer?
1.6 Wer sorgt für Ihre Rente?
1.7 Welcher fähige Unternehmer übernimmt Ihr Unternehmen?
1.8 Sind Sie der Dritte? Jede dritte Unternehmensübertragung erfolgt durch Krankheit oder Tod.
1.9 Entscheiden im Falle Ihres Todes Gerichte oder Behörden über Ihr Unternehmen?
1.10 Haben Sie Angst hinsichtlich des Todes Ihres Geschäftspartners?
1.10.1 Welche Belastungen kommen auf Sie oder Ihr Unternehmen zu?
1.11 Ist Ihr Unternehmen nach Ihrem Tode überlebens- und handlungsfähig?
1.12 Wenn Sie im Unternehmen ausfallen, wer entscheidet im Unternehmen?

Bernd Nielsen
Wirtschaftsprüfer, Steuerberater

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Auswahl des Nachfolgers

Vielfach werden in mittelständischen Unternehmen das Thema der Suche und der Auswahl eines Nachfolgers nicht als eine unternehmerische Aufgabe verstanden. Insbesondere bei Traditionsunternehmen in mehrerer Generation wird z.T. vorausgesetzt, dass die jüngere Generation ebenfalls in das Unternehmen eintritt. Ob der oder die Nachfolgerin den Wunsch oder die Begabung für die Unternehmertätigkeit mit sich bringt, ist häufig ohne große Bedeutung.

Bei der Auswahl von Mitarbeitern werden heutzutage Anforderungen und Kriterien für die Einstellung festgelegt, die für die Heranführung eines Nachfolgers an das Unternehmen im Allgemeinen nicht gelten.

Stellt sich später heraus, dass kein Nachfolger aus der Familie vorhanden, geeignet oder bereit ist, in das Unternehmen einzutreten, wird hektisch reagiert und vielfach das Unternehmen auf dem (eigentlich nicht vorhandenem Markt) zum Verkauf angeboten. Dabei ergibt sich, dass das Unternehmen nicht schnell genug verkauft werden kann, das Unternehmen zum falschen Zeitpunkt verkauft werden soll oder dass kein potenter Nachfolger vorhanden ist.

Durch die fehlerhafte Planung wird das Vermögen des Inhabers gefährdet, mit der Folge, dass das Unternehmen liquidiert und zerschlagen werden muss.

Deshalb bietet sich eine andere Verhaltensweise an. Der Unternehmer muss sich rechtzeitig das Ziel setzen, zu welchem Zeitpunkt er aus dem Unternehmen ausscheiden will. Das heißt er muss festlegen, wann er loslässt, dass er bereit ist, eine andere Betätigung aufzunehmen und dass er in der Lage ist, andere Einkünfte zur Bestreitung seines Lebensunterhalt erzielen wird.

Bernd Nielsen
Wirtschaftsprüfer, Steuerberater

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VUN e.V. – der Unternehmerverband für Unternehmensnachfolge

Der VUN e.V. ist ein Verband, der sich Aufklärung zur rechtzeitigen Unternehmensnachfolge zum Ziel gesetzt hat. Die Sicherung der Unternehmensnachfolge ist ein Thema, das ohne gute Vorsorge ein massives, schleichendes Risiko für die Wirtschaft der Bundesrepublik Deutschland, für den Erhalt von Arbeitsplätzen, Absicherung von Familien, Unternehmen, aber auch für Lieferanten wird. Da die meisten mittelständischen Unternehmer im Alltag dieses Thema nach hinten schieben, braucht es eine pragmatische Lösung. Wir liefern die!
Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, ein Minimum an Vorsorge zu sichern. Zur Stärkung der Verantwortung. Für Familienangehörige und Mitarbeiter!

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