Hat Fielmann es geschafft? Ist der Junior jetzt soweit?

Marc Fielmann, 25 Jahre alt, ist der favorisierte Nachfolger für den Vorstandsvorsitz der Fielmann AG. Das erklärte der Gründer Günther Fielmann anlässlich seines 75. Geburtstages. Damit strebt der Brillenkönig eine interne Nachfolgelösung an, anstatt an externe Manager zu übergeben. Wiegt hier der Sicherheitsgedanke mit? Befürchtet Günther Fielmann einen Niedergang seines Imperiums, wenn er die Firma von Fremden lenken lässt? Oder will er, dass seine Familie das Erbe bewahrt?

Klar ist, dass der Junior vom Vater systematisch als Nachfolger aufgebaut wurde: Ausbildung im eigenen Haus, Studium an einer Eliteuni, Auslandserfahrung, Einstieg in eine Führungsposition. Da scheint eine Nachfolge konsequent. Gleichzeitig gibt Fielmann zu verstehen, dass er noch weitere fünf Jahre an der Unternehmensspitze verbleiben möchte. Seinem Sprössling, der ganze 50 Jahre jünger ist als er, scheint Fielmann die verantwortungsvolle Position zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht zuzutrauen. Oder warum zögert er? Gut möglich, dass auch Fielmanns Tochter Sophie-Luise noch nicht aus dem Rennen ist. Beide Kinder halten Anteile am Unternehmen und sind Führungskräfte.

Dass Nachfolge rechtzeitig und gründlich geplant werden muss, steht außer Frage. Dass man den richtigen Zeitpunkt für die Übergabe findet, ist ebenfalls wichtig. Günther Fielmann sieht ihn noch nicht gekommen. Oder hat er einfach noch keine Lust aufzuhören, weil er sich mit 75 Jahren noch fit fühlt, ein Unternehmen mit 16.000 Mitarbeitern und fast 600 Filialen zu führen?

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